Wir bedenken bei unseren mutigen Reisen, die wir auf uns nehmen, um uns endlich ein Stück mehr selbst zu finden, oft nicht, dass wir auch wichtige Teile hinter uns lassen müssen.
Mir wurde in den letzten Monaten oft gesagt, dass ich so mutig bin. Und für mich fühlte es ich irgendwie auch mutig an, aber ich würde mittlerweile eher sagen "notwendig".
Ich habe mich nicht mehr glücklich gefühlt in meinem beruflichen Leben. Die Arbeit mit den Kindern war das, was mich lange über Wasser gehalten hat, der Knackpunkt, warum ich immer weiter gemacht habe. Ich bereue es nicht, meine Pandas bis zu ihren schulischen Übergang begleitet zu haben. Aber genau jetzt war der Zeitpunkt gekommen, mir nicht mehr selber etwas vorzumachen.
Das meine ich mit "notwendig". Ich möchte nicht mein Leben damit verbringen, mich jeden Tag früh morgens aus dem Haus zu schleppen, in ein Arbeitsumfeld zu kommen, bei dem ich mich nicht entfalten kann. Das ist MEINE Meinung und jeder sollte das tun, was ihn glücklich macht.
Nur mit meiner Entscheidung, mit der Entscheidung zu mir zu finden, mit der Entscheidung meinen Weg zu gehen, kam auch das Loslassen.
Ich habe da für mich zwei Arten des Loslassen rausfühlen können:
- bewusstes, aktives Loslassen: Job kündigen, alte Überzeugungen ablegen, Glaubenssätze verabschieden ... (führt zu Leichtigkeit, Wachstum und Ruhe)
- zwangsläufiges Loslassen: Trennung von geliebten Menschen, die einem sehr ans Herz gewachsenen sind (führt zwangsläufig zu Akzeptanz, weil ich die Situation nicht ändern kann, bedeutet aber viel Schmerz)
Das bewusste Entscheiden, Dinge loszulassen, ist ein wirklich befreiendes Gefühl. Es bedeutete für mich in letzten Monaten meine Power wiederzugewinnen, die lange verschollen war. Ich habe wohl als Kind das letzte Mal solch eine Energie verspürt, bevor ich sie durch leise, kontinuierliche Entfremdung verloren habe.
Das zwangsläufige Loslassen, weil Menschen sich ändern, weil es nicht mehr passt, ist etwas sehr Bedrückendes. Richtige Entscheidung - ambivalentes Gefühl. Trauer, Schmerz und die Frage, ob es der richtige Weg war.
Und genau aus diesem Schmerz heraus, halten wir so lange an Dingen/Menschen fest, obwohl wir längst wissen, dass es nicht funktioniert.
🌿 Wenn du auch gerade an diesem Punkt stehst und dich fragst, ob es die richtige Entscheidung war, weil es doch so sehr schmerzt, dann lass uns in einem Naturcoaching diese Frage an die Natur richten.